Zur Person:
Dr. Therese Chromik, am 16. Oktober 1943 in Liegnitz geboren, studierte Philosophie, Germanistik, Geographie und Kunst in Marburg und Kiel und unterrichtete an Gymnasien in Kiel und Husum. Sie war verheiratet mit Dr. Christian Chromik und ist Mutter von zwei Söhnen.  Seit 1979 ist sie verwitwet. Seit vielen Jahren leitet sie Werkstätten für kreatives Schreiben mit Schülern und Erwachsenen. Darüber auch Veröffentlichungen. Lehraufträge an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel. Abordnungen ans Kultusministerium und an das Institut für Praxis und Theorie der Schule. Bis 2007 Schulleiterin der Theodor-Storm-Schule Husum. Fachbeirätin für Literatur in der GEDOK SH. Im Sommer 2008 Dozentin für Literatur und Kreatives Schreiben in der Junior Akademie St. Peter Ording.- Schulleiterin von 2000 bis 2007 in Husum an der Theodor-Storm-Schule. Promotion 2011 in Wroclaw im Fach Germanistik.

Auszeichnungen: Landespreis der GEDOK S-H 1989; Andreas-Gryphius-Ehrengabe 1994; VS-Reisestipendium des Auswärtigen Amtes 1994; Preis der GEDOK Rhein-Main-Taunus 1998; Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben 1999. Literaturpreis der Künstlergilde 2000,
Edith Heine- Lyrik.Preis des Kulturwerks Schlesien 2011
Nikolaus-Lenau-Preis 2012
Andreas- Gryphius -Preis 2014

Bücher: Unterwegs. Gedichte, Kiel, Hohenwestedt 1983 3. Aufl. 1990, vergr.; Schlüsselworte. Gedichte, Husum 1984, vergr; Lichtblicke. Gedichte und Geschichten, Husum 1985; Flugschatten. Gedichte und Prosagedichte,Husum 1987,2. Aufl.1995; Stachelblüte. Gedichte und Kurzprosa, Husum1990, verg.; Als es zurückkam, das Paradies. Ein Zyklus, Husum 1992, 2. Aufl; Holzkopftexte. Kurzprosa, Hohenwestedt 1993; Kores Gesang. Gedichte, Würzburg 1997; Wir Planetenkinder. Gedichte, Würzburg, 2000; Der Himmel über mir. Gedichte.2003; Polnische Ausgabe: Niebo nada mna,Wiersze, Wroclaw 2008 ; Das schöne Prinzip. Gedichte 2006; Polnische Ausgabe: Piękna zasada, Wiercze, Wroclaw 2007;
Da ich ein Kind war. Geschichten, Würzburg 2008; Franziska zu Reventlow. Wenn ich nur lieben kann, Eine Kurzbiografie. Kiel, 2009
Ich möchte glauben, es sei Sommer. Gedichte. Weilerswist 2010. Verlag  Ralf Liebe.
Im launigen rhythmus des himmels. Gedichte. Weilerswist 2012. Verlag Ralf Liebe
Mit meinen Armen teile ich das Meer. (Ein Sammelband) Ausgewählte Gedichte, Weilerswist 2013. Verlag Ralf Liebe
Das dritte Testament. Prosa. Weilerswist 2015 Verlag Ralf Liebe, ISBN 978-3-944566-42-2
Ida Dehmel. Ein Leben für die Kunst. Husum 2015. ISBN 978-3-89876-783-5

Für die Dichtung gäbe es nur zwei Themen, sagte Marcel Reich-Ranicki, die Liebe und den Tod. Alles andere sei Mumpitz. Recht hat er. Ohne Zweifel aber ist die Vielfalt der Themen, die Therese Chromik in ihrer Lyrik ausschreitet größer, ohne deshalb schwächer zu sein. Der hier vorliegende Band, der ihr Dichten über 35 Jahre aufzeigt, beweist nachdrücklich, dass zwischen Liebe und Tod ein ganzes Leben mit all seinen Möglichkeiten liegt. Die Poetin stellt sich den Urfragen, die alle Menschen beschäftigen: Woher komme ich, wer bin ich, wohin gehe ich, was ist gut und was ist böse. Auch die Philosophie geht diesen Fragen nach. Aber es ist nicht auszuschließen, dass die Poesie die besseren Antworten hat.
Therese Chromiks Gedichte sind Dialogangebote an die Leserin, den Leser. Wir, die Leser, können uns auf diese Angebote einlassen, können Antworten finden, Fragen stellen, zustimmen oder verwerfen. Erst dieser Dialog – Zustimmung oder Ablehnung – verwandelt Dichtung in Kunst. Was von so hoher Qualität ist, dass es über lange Zeit Bestand hat, entscheiden nicht die Zeitgenossen. Dies vermögen erst die Generationen der Nachgeborenen, die Kunst und Künstler unsterblich machen können.
Der dichterische Kosmos Therese Chromiks ist ausgebreitet; Leserin und Leser sind aufgefordert, ihn zu entdecken. Vielleicht finden sie darin Gedichte, die sie ansprechen, berühren, begleiten – vielleicht ein Leben lang.

Aufsätze, Essays:
– Die Chance der Poesie. In: Euterpe.Jahrbuch für Literatur. Hrsg. Bodo Heimann, Bd.6 , Husum 1988
– Hilde Domin. An der „Schweigegrenze“. In.Reden und Schweigen in der deutschsprachigen Literatur nach 1945. Fallstudien. Hrsg. Cartsen Gansel u. Pawel Zimniak. Wroclaw/Dresden 2006,
– Die große Unbekannte. Rose Ausländer. In: Zblizenia Interkulturowe. Interkulturelle Annäherungen. Hrsg. Norbert Honsza u. Helmut Skowronek, Bd.4 Wroclaw 2008, S. 102-115
– Der Geldkomplex- meinen Gläubigern zugeeignet. – Ein Vortrag über Franziska zu Reventlow, gehalten in der Erich Mühsam Gesellschaft , abgedruckt in den Schriften der Erich-Mühsam-Gesellschaft  2011
– Karoline von Günderrode. Traum und Wirklichkeit. Ein Vortrag in der GGS Kiel, abgedruckt in: Jahresgabe der Goethe Gesellschaft Kiel, 2011, vergriffen
– Ida, die Muse zwischen zwei Dichtern. Studia Niemcoznawcze.Studien zur Deutschkunde, Hrsg. Lech Kolago, Warszawa 2014
– Karoline von Günderrode. Traum und Wirklichkeit. In: Studia Niemcoznawcze Warszawa 2015, S. 396-418
-Lerne vom Lyriker. Bodo Heimann. In: Studia Niemcoznawcze Warszawa 2015, S.424-427
-„Von der Unlesbarkeit des Seins“ . Zu Bodo Heimanns 80. Geburtstag. In: Studia Niemcoznawcze Warszawa 2015, S.420-421

– Theorie und Praxis des Kreativen Schreibens. Breslau Diss. 2012
Polnische Studien  zur Germanistik, Kulturwissenschaft und Lingusitik Bd.1, hrsg. Norbert Honsza, Frankfurt, Warschau, Peter Lang Verlag, 2012

Herausgaben: Anthologien: Junge Lyrik 85; Sage und schreibe; Windschatten der Wörter; Zwischen Wort und Wort; Mit dem Mai ist das so eine Sache; Zeilen Sprung; Die Netze der Zeit 2002; Husum und um Husum herum 2003; Julia Ziegler: Nachmitternachtssonne, Husum, Schreibgut. (Literaturkreis im Lund);
MHRSG: Euterpe. Jahrbuch für Literatur, 1984 fff; Schattenspiege mit M. Huch 1997l; Poetische Landschaften 2001; Poetische Porträts 2005; Poetische Gärten 2008; Anrufung des Friedens 2010;
Einzelausgaben  Neue Literatur, Edition Euterpe 14 Bd ab 1985

Von der  Unlesbarkeit des Seins. Festschrift für Bodo Heimann. Husum 2015 ISBN  978-3-89876-791-0

Lektorat:u.a. Julia Ziegler: Nachmitternachtssonne. Elisabeth Melzer-Geissler: Schweigen ist Silber.

Beiträge: Frankfurter Anthologie;
Anthologie Schleswig-Holstein im Gedicht; Kiel. Ein Lesebuch ,hrsg. Horst Kutzer 1986, 2.Aufl. 1990; Kulturzeitschrift Schleswig-Holstein; Kulturzeitschrift Schlesien;
Anthologie Mundus Pictus;
Praxis Schule;
Praxis Pädagogik u. v. a.
Stimmenvielfalt – Gedichte aus Schleswig-Holstein“, Wachholtz Verlag,

Über Therese Chromik:
-Erich Trunz: Mit vier Worten. In: Frankfurter Anthologie. Gedichte und Interpretationen. Hrsg. Reich-Ranicki, Frankfurt/Leipzig 1991
-Bodo Heimann: Die Botschaft der Stranddistel. In: Schleswig-Holstein 5, Husum 1992
-Marlena Skowronska: Bibel in moderner Sicht on Therese Chromiks Gedicht: „Als es zurückkam, das Paradies“, Stettin 1995
-Erich Trunz:Therese Chromik.Kores gesang. In : Schlesien.Kunst-Wissenschaft-Volkskunde. Hrsg Eberhard G. Schulz, Würzburg 1996
-Eberhard Günter Schulz, Vom Beitrage der Schlesier zur deutschen Kultur, Würzburg 2007
-Eugeniusz Klin, „Weltanschauliche Komponenten der Stilfiguren am Beispiel von lyrischen Texten Kieler Gegenwartsdichter“, in: Studia i Materialy XLV, Zielone Gora 1998
-Bodo Heimann: „Was ich nicht sagen kann, bleibt unerlöst“. Die Dichterin Therese Chromik. In: Schleswig-Holstein 10, Husum 2003
-Literaturkalender:“Spektrum des Geistes“, Husum 2006
-Eberhard Günter Schulz: Vom Beitrag der Schlesier zur deutschen Kultur. Würzburg 2007
-Bodo Heimann. „Poesie,die bei aller Knappheit Größe hat.“ Die Dichrerin Therese Chromik. In: Literarisches Liegnitz. Hrsg.Edward Bialek u.hubert Unverricht, Dresden/Wroclaw 2008
-Jan Pacholski: Schlesische Autoren polnisch. In: Silesia Nova. Vierteljahresschrift für Kultur und Geschichte,. Hrsg v. Institut für Germanische Philologie der Universität Wroclaw, Dresden u. Wroclaw 2008
-Sonja Wenzel:“Lyrik ist eine Notwendigkeit“. In: Schleswig-Holstein am Sonntag, shz 2008
-Sonja Wenzel:“Da ich ein Kind war“. Das neue Buch der Husumer Autorin Therese Chromik . In. Friesenanzeiger, Husum 2008

Einzelne Rezensionen:
Erhard Jöst: Therese Chromik, Das schöne Prinzip, in ÖGL, 50. Jg. H. 5 – 6, Wien 2006 (ÖL – Östereich in Geschichte und Literatur)
Erich Trunz: Therese Chromik, Kores Gesang, in: Schlesien 4/ 1996
Anja Ross: Therese Chromik, Kores Gesang, in: Novalis 3, 1998
Weitere kurze Buchbespechungen erschienen in Tageszeitungen (u. a. Husumer Nachrichten, Kieler Nachrichten, Winsener Nachrichten, Westfälische Zeitung).
Bodo Heimann: Poesie, die bei ‚aller Knappheit Größe hat‘. Die Dichterin Therese Chromik. Dresden, Wroclaw 2008
Eugeniusz Klin: „Ich singe, also bin ich“- Zum dichterischen Schaffen von Therese Chromik . In: Lubowitzer Jahrbuch IX, Lubowice 2011, S.27-39
Martin Teske:“Wenn ich nur lieben kann“. Therese Chromik über Franziska zu Reventlow, WA 17./18.Okt 2009 Nr. 242
Rezension: sma: Husumer Nachrichten :“Inkarnation der erotischen Rebellin“. Therese Chromiks verständnisvolle Annäherung an die schillernde Schriftstellerin Franziska zu Reventlow.
Rezension:  Therese Chromik. „Wenn ich nur lieben kann. Fr. z.R.“ in : Die Künstlergilde 2009-3, S.39
Sonja Wenzel: Therese Chromik: „Ich will glauben, es sei Sommer.“ in: Friesenanzeiger, Juni 2010
Helmut Braun: Nachwort in: Mit meinen Armen teile ich das Meer. Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2013

Rezension: Mit meinen Armen teile ich das Meer.in: Künstlergilde 2014-I, S.61
Rezension: Ein Name bekommt Gesicht. Zum Ida Dehmel Buch von Therese Chromik. Von Martin Teske. Winsener Anzeiger 1. Juni 2015
Rezension: Andrea Clausen: Ida Dehmel. Ein Leben für die Kunst. in www.nordfriesland.de

Rezension: Therese Chromik über Ida Dehmel. Sabine Tholund in:Kieler Nachrichten, 8.Juli 2015

-Rüdiger Otto von Brocken: Eine Dichterin über eine „Dichterin“. Husumer Nachrichten 31.8.2015 Rezension: Eugeniusz Klin: Zu Therese Chromiks Sammlung. Das dritte Testament. Zeszyty Eichendorffa 2015,51 Eichendorff-Hefte.

Rezension zu dem Prosaband „Das dritte Testament“: Bettina Görke: Geschichten, die das Leben schrieb. Husumer Nachrichten, 28.10.15

Allgemeine Darstellungen:
Diellan Sindi: „Aspekte zeitgenössischer Liebeslyrik-dargestellt am Beispiel der Gegenwartslyrikerin Therese Chromik“. Bachelorarbeit, Univ. Flensburg 2013

in Polen:
Katarzyna Bartlomiejczyk: Therese Chromik-Leben und Werk im Überblick. Wroclaw 2012. Instytut Filologii Germanskiej (Prof. dr.hab Edwarda Bialka)